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Bild von dlanor

Unsere Welt

Wenn Sie sich so umsehen, sehen Sie die unterschiedlichsten Typen von Mitmenschen, offensichtlich besonders erkennbar unter dem figürlichen Gesichtspunkt. Sie erkennen das gesamte Spektrum, schlanke, dünne, dicke und fette Menschen und natürlich alles was dazwischen liegt. Instinktiv erkennen Sie vielleicht auch, wenn Menschen ihre Figur ihren eigenen Anstrengen zu verdanken haben und wenn das nicht der Fall ist.

Betrachen wir zunächst mal die Männer

Sind Ihnen nicht schon mal einem Mann begegnet, der einfach eine Top-Figur besitzt? Früher war ich der Ansicht, dass so etwas nur durch Sport erreicht werden kann. Meine Formel lautete deshalb: Viel Sport = super Figur. In meiner Jugend war ich dann auch sportlich sehr aktiv, nicht nur wegen der Figur. Obwohl ich in dieser Zeit kein Übergewicht hatte, konnte ich dennoch nicht von einer Top-Figur sprechen. Ich rätselte. Das wurde jedoch immer mysteriöser, je länger ich mich damit auseinander setzte, besonders, wenn ich Vergleiche mit anderen zog. Ein guter Freund von mir hatte z. B. eine Figur wie ein Athlet, obwohl er höchstens halb so viel Sport machte wie ich. Damals kannte ich die Antwort noch nicht, heute schon. Doch dazu gleich mehr.

Zur Gruppe der schlanken Männer gehören verschiedene Spielarten. Da haben wir zunächst die eher asketischen Typen. Sie sind mehr dürr als schlank, obwohl sie letzteres zweifelsohne sind. Kennzeichnend für diese Personengruppe ist, dass sie zwar schlank sind, jedoch nicht idealtypisch männlich wirken. Sie haben zwar schmale Hüften, aber keine breiten Schultern. Auch sind sie in der Regel keine Macher-Typen. Insofern unterscheiden sie sich von dem anderen schlanken Typ Mann. Der besitzt auch keine sichtbaren Fettpolster, hat schmale Hüften und darüber hinaus auch breite Schultern. Er ist ein Macher-Typ, hat ein einnehmendes Wesen, akzeptiert keine Hindernisse und scheut sich vor keinem Problem. Kurz, er ist ein super Typ, der Prototyp eines Mannes, der Mars-Typ. Dann gibt es einen Typ Mann, der mehr Probleme mit der Körperfülle hat. Er ist auch nicht so der Typ, das Leben frontal anzugehen. Man bezeichnet sie auch als androgynen Typ. Zwischen diesen Typen existieren alle weiteren Spielarten.

Kommen wir jetzt zu den Frauen

Auch beim schönen Geschlecht können wir Differenzierungen feststellen. Es gibt auch hier sehr schlanke Typen aber auch Frauen mit mehr Körperfülle. Letzere haben weiche Körperformen und wirken sehr weiblich, das sind die Venus-Typen. Bei den schlanken Frauen müssen wir unterscheiden zwischen Frauen, die eher ein wenig knabenhaft wirken (knabenhafter Typ), und Frauen, die athletisch schlank sind, die Amazonen-Frauen. Dazwischen finden wir alle anderen Ausprägungen.

Was ist die Ursache für eine solche Einteilung?

In dieser Beziehung haben ich mich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Immerhin habe ich fast 50 Jahre gebraucht bis sich mir diese Erkenntnis eröffnete. Aber vielleicht sind Sie ja schlauer oder haben in der Schule besser aufgepasst. Der individuelle Hormonhaushalt des Menschen zeichnet dafür verantwortlich. Er beeinflusst aber nicht nur für die äußerlichen Merkmale der Menschen, auch ob wir gesund sind und wie wir uns fühlen, hängt ganz wesentlich von unserer Hormonbilanz ab. Der Hormonhaushalt ist sehr komplex und vielfältig. Es gibt Geschlechts-, Wachstums-, Schlaf-, Wohlfühl- und noch viele andere Hormone. An dieser Stelle will ich nur auf die Wirkungen der Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron eingehen, wobei beide Begriffe jeweils die Gesamtheit der männlichen bzw. weiblichen Hormone umfassen sollen.

Wie wirkt Östrogen?

Östrogen steht für Weiblichkeit. Es sorgt bei der Frau in erster Linie für den weiblichen Zyklus, aber auch für starke Knochen, psychische Ausgeglichenheit und hat einen positiven Einfluß auf die Blutfettwerte. Östrogen ist aber auch für die größere Körperfülle verantwortlich.

Auch im Mann existiert Östrogen, es wird durch Aromatase aus Testosteron gewonnen. Wird zuviel davon produziert und wird das produzierte Östrogen nicht schnell wieder abgebaut, dann "verweiblicht" ein Mann, er wird korpulenter, bekommt weichere Konturen. Aber keine Angst, man wird nicht gleich zur Frau, erbt aber Eigenschaften, die eher eine Frau kennzeichnen.

Wirkung von Testosteron

Testosteron steht für Männlichkeit, Kraft und Aggressivität. Testosteron ist schuld, wenn Menschen sich bekämpfen und Kriege geführt werden. Es ist aber auch verantwortlich dafür, dass Mann und Frau sich nahe kommen wollen, ohne Testosteron gäbe es keine Sexualität. Testosteron steht für Muskeln und Leistungsfähigkeit, es schützt das Immunsystem und ist Ausgangspunkt für die Produktion von Östrogen beim Mann.

Auch Frauen produzieren Testosteron, allerdings weniger als die Männer. In Abhängigkeit davon wieviel das ist, lassen sich verschiedene Grade der "Vermännlichung" bei Frauen erkennen. Athletische Frauen oder Frauen mit Damenbart produzieren mehr Testosteron als der Duchschnitt. Sie wirken dadurch weniger weiblich als der Rest der Damenwelt. Diese "Vermännlichung" ist dann nicht nur äußerlich zu sehen, solche Frauen nehmen auch mehr typisch männliche Eigenschaften an, sie sind kämpferisch und durchsetzungsstark, sie streiten sich auch leichter. Das trifft oft auf Karrierefrauen zu.

Wie hilft das beim Abnehmen?

Ich will diese Einteilungen in keiner Weise bewerten, ich stelle nur fest, wie die Zusammenhänge sind. Und es steht fest, unsere Hormone bestimmen uns mehr als unser Verstand das bewirken kann. Kein Mensch kann wirklich gegen seine Natur, auch wenn Korrekturen natürlich möglich sind.

Wenn wir erst einmal wissen, wie wir hormonell geprägt sind, fällt es leichter darauf zu reagieren. Jeder kann durch eigenes Verhalten, sei es Ernährung oder Aktivität einiges dazu beitragen, dass er sich seinen Wunschvorstellungen annähert. Aber machen wir uns nichts vor: Aus einem androgynen Mann kann nie ein Mars-Mann werden und aus einer Venus-Frau keine knabenhaften Frau oder eine Amazone. Wozu auch? Besser ist es zu akzeptieren, welcher Typ man selbst ist. Aufgrund dieser Erkenntnis kann jeder soviele Korrekturen an seinem Lebenswandel vornehmen, dass er/sie dennoch mit sich selbst zufrieden ist.

Wenn Sie wissen, welchem Hormon-Typ Sie mehrheitlich zugeordnet sind, und Sie Korrekturen an Ihrem Äußeren vornehmen wollen, dann ist es am einfachsten, Sie steuern hormonell dagegen. Nein, nicht durch äußerliche Zufuhr von Hormonen, sondern durch die Ankurbelung Ihres eigenen Hormonhaushaltes. Mobilisiert ein androgyner Mann z.B. seine Testosteron-Produktion, so werden die weiblichen Merkmale bei ihm zurückgedrängt, er wird mehr Fett verbrennen, die Muskeln wachsen, er wird markanter, männlicher. Dagegen ist es für eine eher knabenhafte Frau sicherlich vorteilhaft, wenn sie ihren Östrogenspiegel anheben kann. Daurch kämen mehr weibliche Züge zum tragen.

Die Frage ist nur, wollen Sie das wirklich? Im Zusammenhang mit der Ankurbelung des Hormonhaushaltes zum Zwecke der Änderung von Äußerlichkeiten müssen Sie auch bedenken, dass damit auch innere Änderungen vollzogen werden, auch die Psyche wird durch Änderungen im Hormonhaushalt verändert.

Aber das hört sich jetzt dramatischer an als es in Wirklichkeit ist. Die Änderungen, die Sie durch Ankurbelung Ihres Hormonhaushaltes bewirken können, sind nicht so gravierend, außerdem völlig natürlich. Alle Änderungen an der Lebensweise gehen ja von Ihnen selbst aus und Ihr Körper reagiert darauf. Also, alles vollkommen normal.

Sind wir deterministisch geprägt?

Ja und nein. Natürlich sind wir durch unsere Gene und mit unseren Hormonen geprägt. Abber dennoch können wir durch natürliche Maßnahmen soviele Korrekturen bewirken, dass wir nicht nur mit unserem Äußeren zufriedener sind, sondern auch mit unserer Psyche. Und diese Maßnahmen sind möglich und machbar. Keiner muss bittere Pillen schlucken oder sich besonders verrenken.

Wie geht es weiter?

Ic hoffe, ich habe Sie ein wenig neugierig gemacht auf das, was in den nächsten Newslettern noch kommen wird. Dort werde ich Ihnen aufzeigen, wie Sie anhand einer Checkliste bestimmen können, welcher Typ Sie sind und welche möglichen Hormondefizite Sie vielleicht haben. Und ich werde konkrete Ratschläge geben, wie Sie solche Defizite auf natürlichem Wege ausgleichen können.

In diesem Sinne!

Ihr Ronald schimmel